17. November 1939 und 1989: In Tschechien wird der Tag des Kampfes für Freiheit und Demokratie begangen

Die Menschen in ganz Tschechien gedenken an diesem Donnerstag der Ereignisse vom 17. November 1939 und 1989. Überall im Land finden Gedenkveranstaltungen statt. Am Morgen fand die traditionelle Gedenkfeier im ehemaligen Hlávka-Studentenwohnheim statt. Die Redner erinnerten an die Studentenopfer im Jahr 1939 und an die Solidarität der Schulen im Ausland, insbesondere in Großbritannien. Sie wiesen auch auf die aktuelle Hilfe der tschechischen Studenten für die vom Krieg zerrissene Ukraine hin und betonten die Notwendigkeit des Dialogs in der heutigen von Fehlinformationen und Krieg geprägten Gesellschaft.

Zahlreiche Prominente und Politiker kamen zu der Gedenktafel auf der Národní-Straße in Prag, wo vor 33 Jahren eine Studentendemonstration niederschlagen wurde, die schließlich zum Fall des Kommunismus in der Tschechoslowakei führte. Sie haben Blumen niedergelegt und Kerzen angezündet.

Der Tag des Kampfes für Freiheit und Demokratie wird auch mit einer Veranstaltung namens „Sametové posvícení“ begangen. Die diesjährige 11. Ausgabe hat laut Organisatoren die erzwungene Aufgabe der Heimat zum Thema und erinnert an das Schicksal vieler ukrainischer Familien, die vor dem Krieg geflohen sind. Am frühen Abend findet das Konzert für die Zukunft auf dem Wenzelsplatz statt.