Absturz des BIP: Babiš hat es erwartet – für Experten nicht tragisch

Mit dem Rückgang des Bruttoinlandsproduktes im zweiten Quartal, der nach Einschätzung des Tschechischen Statistikamts (ČSÚ) im Jahresvergleich bei 10,7 Prozent liegt, war zu rechnen. Das sagte Premier Andrej Babiš (Partei Ano) am Freitag bei seinem Besuch in Terezín / Theresienstadt vor Journalisten. Die nächsten Ergebnisse sollten schon besser sein, und was den Haushalt anbelangt, so sei er optimistisch. Er glaube an die Firmen und die Menschen, dass sie flexibel sind und sich an die Lage anpassen, die durch die Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus entstanden ist, ergänzte der Regierungschef.

Auch Wirtschaftsexperten, die von der Nachrichtenagentur ČTK zum Absturz der tschechischen Ökonomie befragt wurden, sehen keinen Grund für Bestürzung. Sicher sei dieser Einbruch der historisch größte, doch er sei auf keinen Fall tragisch, sagte der Analyst der Tschechoslowakischen Handelsbank, Petr Dufek. Er und seine Kollegen sind der Meinung, dass die heimische Wirtschaft ihre Talsohle bereits durchschritten hat und nach dem nächsten Quartal eine Trendwende zu sehen sei.

Autor: Lothar Martin