Badeverbot an zehn Orten Tschechiens

An insgesamt zehn Orten Tschechiens gilt der Badeverbot. Der Grund dafür sind die so genannten Blaualgen, die sich in der Folge der andauernden tropischen Temperaturen an den Wasserflächen im Übermaß vermehrt haben. Hohe Konzentrationen dieser Cyanobakterien verändern aquatische Lebensräume durch die Bildung hochpotenter Gifte (Cyanotoxine) und Allergene und können auch Menschenleben gefährden. Als ungeeignet zum Baden wurde das Wasser in weiteren 12 Lokalitäten von Hygieneexperten eingestuft. 25 Badeorte zeichnen sich durch eine verschlechterte Wasserqualität aus, teilte am Freitag das Gesundheitsministerium mit.

Neueste Nachrichten

  • Drei Oppositionsparteien bilden Wahlbündnis

    27.10.2020

    Die Bürgerdemokraten (ODS), der Christdemokraten (KDU-ČSL) und Top 09 werden bei den Abgeordnetenhauswahlen in Tschechien im kommenden Jahr in einem Bündnis antreten. Am Dienstag unterschrieben die drei Oppositionsparteien ein Memorandum zur Zusammenarbeit. ODS-Chef Petr Fiala sagte auf einer gemeinsamen Pressekonferenz, dass die drei Partner das gemeinsame Ziel verfolgen, den Bürgern eine bessere Politik anzubieten, die Wahlen zu gewinnen und Tschechien gut zu regieren.

    Der Unterzeichnung des Memorandums gingen vier Monate Verhandlung voraus. Ein gemeinsames Wahlbündnis ziehen auch die Piraten und die Bewegung der Bürgermeister und Unabhängigen (STAN) in Erwägung.

  • Präsident Zeman ernennt am Donnerstag neuen Gesundheitsminister

    27.10.2020

    Der tschechische Präsident Miloš Zeman wird am Donnerstag einen neuen Gesundheitsminister ernennen. Nachfolger des jetzigen Amtsinhabers Roman Prymula (parteilos) wird der stellvertretende Direktor des Universitätskrankenhauses in Brno / Brünn, Jan Blatný (parteilos). Darüber informierte am Dienstagnachmittag der Präsidentensprecher Jiří Ovčáček auf Twitter.

    Zeman hatte Blatný am Dienstag in seinem zweiten Amtssitz auf Schloss Lány / Lana empfangen. Premier Andrej Babiš (Partei Ano) hatte dem Präsidenten am Freitag den neuen Kandidaten für den Posten als Gesundheitsminister vorgeschlagen. Zuvor hatte er Prymula zum Rücktritt aufgefordert, weil dieser bei einem abendlichen Treffen gegen die Anti-Corona-Maßnahmen verstoßen hatte.

  • Schulen bleiben auch in der kommenden Woche geschlossen

    27.10.2020

    Die Erstklässler kehren am Montag nicht wie geplant in die Grundschulen zurück. Das verkündete der noch amtierende Gesundheitsminister Roman Prymula (parteilos) am Dienstag nach der außerordentlichen Sitzung des Regierungskabinetts. Bei der Verordnung des Distanzunterrichts vor zwei Wochen hatte Prymula noch verspochen, dass die Maßnahme nur bis zum 1. November gelten sollte.

    Am Freitag will die Regierung ein Szenario für die Wiedereröffnung der Schulen vorlegen. Das soll sich an weiteren Daten zur Entwicklung der Corona-Pandemie orientieren. Darauf einigte sich Prymula am Dienstag mit dem Bildungsminister Robert Plaga (Partei Ano).

  • Tschechische Regierung wird um Verlängerung des Notstands bitten

    27.10.2020

    Die tschechische Regierung wird das Abgeordnetenhaus um die Verlängerung des Notstands bis zum 3. Dezember bitten. Darauf hätte sich das Kabinett in seiner außerordentlichen Sitzung am Dienstag geeinigt, gab Premier Andrej Babiš (Partei Ano) vor Journalisten bekannt. Der zweite Notstand in diesem Jahr gilt aktuell noch bis 3. November. Die Regierung kann ihn nur mit Zustimmung des Parlaments verlängern. Die Abgeordneten werden sich mit dem Antrag am Freitag beschäftigen.

    Die Oppositionsparteien haben bereits verlauten lassen, für die Verlängerung zu stimmen. Der noch amtierende Gesundheitsminister Roman Prymula (parteilos) sagte zudem, dass nicht alle bestehenden Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie notwendigerweise bis zum Auslaufen des Notstandes gelten müssten. Einige Restriktionen würden früher gelockert, wenn es möglich ist, so Prymula.

  • Ausrufung des Athleten des Jahres abgesagt

    27.10.2020

    Wegen der Corona-Pandemie wird es in diesem Jahr keine Ausrufung des tschechischen Athleten des Jahres geben. Die traditionelle Zeremonie wird durch eine Fernsehsendung über die nationalen Athletikstars der Vergangenheit und Gegenwart ersetzt. Es wird hingegen der Welt-Leichtathlet des Jahres gekürt werden. Die feierliche Preisübergabe findet am 5. Dezember allerdings nur virtuell im Internet statt.

    Die Sondersendung des Tschechischen Fernsehens wird am 7. November ausgestrahlt. Auch sie wird wegen der epidemiologischen Lage nicht live übertragen, sondern vorproduziert.

    Die Athleten mussten in diesem Jahr auf die Hallenweltmeisterschaften, die Olympiade und die Europameisterschaften verzichten. Die einzige absolvierte Weltmeisterschaft war der Halbmarathon im polnischen Gdynia am 17. Oktober.

  • Das Wetter für Mittwoch, den 28. Oktober

    27.10.2020

    Am Mittwoch ist es in Tschechien bewölkt bis dicht bewölkt. Nur örtlich kommt die Sonne durch. Vereinzelt gibt es Regenschauer. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 9 bis 13 Grad Celsius, im Osten bei 15 Grad Celsius.

  • Missbrauch von Psychopharmaka bei mehr als acht Prozent der Tschechen

    27.10.2020

    In Tschechien nehmen nach aktuellen Schätzungen etwa 900.000 Menschen missbräuchlich Psychopharmaka. Dazu zählen Schmerz-, Beruhigungs- und Schlafmittel. Darüber informierte die Koordinatorin für Antidrogenpolitik, Jarmila Vedralová, am Dienstag bei der Online-Konferenz „Psychoaktive Medikamente 2020“.

    Das Problem bestehe nicht nur bei Konsumenten herkömmlicher Suchtmittel, sondern beträfe die breite Bevölkerung, so Vedralová. Sie fügte an, dass im Zusammenhang mit der aktuellen Krisensituation durch die Corona-Pandemie ein Anstieg beim Missbrauch psychoaktiver Arzneimittel verzeichnet wird.

  • Haushaltsrat kritisiert Babišs Entwurf für Steuerreform

    27.10.2020

    Der Inhalt und die Art der Vorlage für eine Steuerreform, die Premier Andrej Babiš (Partei Ano) am Montag veröffentlicht hat, stellt einen schwerwiegenden Verstoß gegen die Grundregeln bei der Verhandlung eines neuen Haushalts dar. Das besagt eine Stellungnahme des tschechischen Nationalen Haushaltsrates.

    Die Regierung hat den Haushaltsentwurf für 2021 bereits gebilligt. Dieser sieht die Abschaffung des Super-Bruttolohns nicht vor. Nach Ansicht des Haushaltsrates wird durch Babišs Vorschlag gegen das Prinzip der Vollständigkeit und Einheit verstoßen. Darum empfiehlt das Organ dem Senat, die Vorlage abzulehnen.

    Dem Rat zufolge würden die Pläne Babišs das Ungleichgewicht in den öffentlichen Finanzen nur verstärken. Sie hätten keine positiven Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage im Land.

  • Täglich etwa 1600 Corona-infizierte Senioren

    27.10.2020

    In Tschechien stecken sich zurzeit etwa 1600 Senioren täglich mit dem Coronavirus an. Seit dem 1. Oktober gab es in dieser Bevölkerungsgruppe mehr als 25.000 bestätigte Fälle. Unter allen aktuell Infizierten bilden Menschen ab 65 Jahre einen Anteil von 14 Prozent und Menschen ab 75 Jahre einen Anteil von 6,5 Prozent. Das ergibt sich aus den Angaben des tschechischen Gesundheitsministeriums vom Montag.

    Senioren gelten als Risikogruppe in der Corona-Pandemie. Ihr Alter allein ist aber laut Experten nicht der ausschlaggebende Faktor für die Lebensgefahr, die von der Covid-19-Krankheit ausgeht. Eine wichtigere Rolle spielt der allgemeine Gesundheitszustand. Gefährdet sind Menschen mit chronischen Erkrankungen, wie hohem Blutdruck, Diabetes oder Übergewicht.

  • Tschechische Regierung verlängert Hilfsprogramm Antivirus B

    27.10.2020

    Die tschechische Regierung verlängert einen weiteren Teil ihres Hilfsprogramms „Antivirus“. Diesmal handelt es sich um den Teil B. Er beinhaltet eine finanzielle Unterstützung für Firmen, die in der Corona-Krise wegen gesunkener Nachfrage ihre Produktion oder Dienstleistungen einschränken mussten. Über die Verlängerung des Programms bis Jahresende hat die Arbeitsministerin Jana Maláčová (Sozialdemokraten) am Montag auf Twitter informiert.

    Die betroffenen Unternehmen können sich bis zu 60 Prozent der Lohnkosten für ihre Angestellten auszahlen lassen. Der einzelne Bruttolohn darf dabei aber nicht höher als 29.000 Kronen (1060 Euro) liegen.