Bei Hochwasser im Kreis Olomouc stirbt ein Mensch

Bei lokalen Überschwemmungen in der mährischen Region um Uničov / Mährisch Neustadt und Šumperk / Mährisch Schönberg, die durch Starkregenfälle verursacht wurden, ist am Sonntag ein Mensch ums Leben gekommen. Eine weitere Person wird noch vermisst, sagte eine Sprecherin der Feuerwehr am Montagmorgen. In Šumvald, Oskava und Dlouhá Loučka sowie einem Ortsteil von Uničov stand das Wasser in den Straßen bis zu einem Meter hoch. In diesen Gemeinden evakuierte und rettete die Feuerwehr Dutzende Menschen. Zudem befreite sie Personen aus ihren Autos, die während der Fahrt von der Flut überrascht wurden.

Die sintflutartigen Regenfälle haben nicht nur zahlreiche Familienhäuser und andere Bauten überschwemmt, sondern auch die Energie- und Verkehrsinfrastruktur beschädigt. In Oskava ist auf Druck der Wassermassen eine Brücke eingestürzt, informierte die Sprecherin.

author: Lothar Martin

Neueste Nachrichten

  • Kleiner Grenzverkehr zwischen Tschechien und Sachsen weiterhin möglich

    31.10.2020

    Der sogenannte kleine Grenzverkehr zwischen Sachsen und Tschechien bleibt auch nach dem Inkrafttreten der neuen Quarantäne-Verordnung in Deutschland am 2. November möglich. Demensprechend sind Reisen, etwa zur Arbeit, aber auch zum Einkaufen oder Tanken, bis zu einem Aufenthalt von 24 Stunden in beide Richtungen ohne Quarantäne beziehungsweise einen negativen Corona-Test weiterhin erlaubt. Das ergibt sich aus den neuen Quarantäne-Regelungen, die das sächsische Gesundheitsministerium auf seiner Webseite veröffentlicht hat.

    Nach Medienberichten habe Gesundheitsministerin Petra Köpping in der vergangenen Woche empfohlen, den kleinen Grenzverkehr einzuschränken, die sächsische Regierung habe darüber aber bisher nicht entschieden.

  • Blatný bestätigt, Petition gegen Babiš unterzeichnet zu haben

    31.10.2020

    Gesundheitsminister Jan Blatný (parteilos) bestätigte, dass er in der Vergangenheit eine Petition zum Rücktritt von Premier Andrej Babiš (Ano) unterschrieben hatte. Er sei jetzt in Babišs Regierung eingetreten, weil es ihm wichtiger sei, zur Bekämpfung der Coronavirus-Epidemie beitragen zu können, sagte Blatný nach der Kabinettssitzung am Freitagabend. Der neue Minister betonte vor Journalisten, dass er aufgrund seiner Fachkompetenz für die Stelle ausgewählt worden.

    Premier Babiš sagte seinerseits, das Wichtigste sei die Bewältigung der aktuellen Krise, wobei die Parteimitgliedschaft und unterschiedliche politische Ansichten keine Rolle spielten.

  • Innenminister fordert Untersuchungskommission zur Coronavirus-Epidemie

    31.10.2020

    Vizepremier und Innenminister Jan Hamáček (Sozialdemokraten) würde begrüßen, wenn nach der zweiten Welle der Coronavirus-Epidemie eine parlamentarische Untersuchungskommission errichtet würde. Diese sollte herausfinden, wo Tschechien bei der Vorbereitung auf die Corona-Herbstwelle Fehler gemacht hat. Hamáček sagte dies in einem Interview gegenüber dem Nachrichtenserver Seznam Zprávy.

    Er warf Premier Andrej Babiš (Ano) vor, sich in die Entscheidungen über die Einschränkungen gegen die Ausbreitung des Coronavirus rasant eingemischt zu haben. Babiš kritisierte unter anderem im August die Entscheidung des damaligen Gesundheitsministers Adam Vojtěch (parteilos), die Maskenpflicht in Schulen und Gaststätten ab September einzuführen, und setzte mäßigere Maßnahmen durch.

  • Wetter am Sonntag, 1. November

    31.10.2020

    Am Sonntag ist es in Tschechien überwiegend bedeckt, im Osten des Landes zunächst nur leicht bewölkt. Am Morgen gibt es örtlich Nebel und vereinzelt Nieselregen. Im Tagesverlauf regnet es zunächst im Westen, später in ganz Tschechien. Die Tageshöchsttemperaturen erreichen 9 bis 13 Grad.

  • Coronavirus: 13.605 Neuinfektionen am Freitag, weniger als vor einer Woche

    31.10.2020

    Der Tagesswert neuer Corona-Infektionen in Tschechien lag am Freitag bei 13.605. Am Freitag vergangener Woche wurden 1650 mehr positive Tests vermeldet. Seit März waren insgesamt 323.673 Menschen im Land als coronapositiv registriert, die überwiegende Mehrheit von ihnen in den letzten Wochen. Im Oktober haben sich rund 250.000 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt.

    Nach den letzten aktuellen Zahlen vom Donnerstagabend werden in den Krankenhäusern aktuell 7281Covid-19-Patienten behandelt. Bei über 1000 von ihnen nimmt die Krankheit einen schweren Verlauf. An diesem Freitag sind 121 Menschen an der Erkrankung Covid-19 gestorben, seit dem Ausbruch der Epidemie starben 3078 Menschen im Zusammenhang mit dem Coronavirus.

  • Corona-Notstand in Tschechien wird bis 20. November verlängert

    30.10.2020

    Der Notstand in Tschechien kann vorerst bis 20. November gelten. Das Abgeordnetenhaus hat am Freitag einer Verlängerung zugestimmt. 86 der insgesamt 98 anwesenden Abgeordneten hoben die Hand für den Vorschlag, den die oppositionellen Piraten, Bürgerdemokraten und Christdemokraten vorgelegt haben.

    Die Regierung hat die Parlamentarier um eine Verlängerung bis 3. Dezember gebeten, fand für ihren Vorschlag aber nicht die nötige Mehrheit. Die Corona-Lage in Tschechien sei weiterhin kritisch, begründete das Kabinett sein Gesuch. Dank der Verlängerung des Notstands können nun auch einige Einschränkungen fortgesetzt werden, wie etwa die Beschränkung der Freizügigkeit und die Schließung der Geschäfte und Dienstleistungen.

    Bei der ersten Corona-Welle im Frühjahr galt der Notstand in Tschechien vom 12. März bis 17. Mai. Damals wurde er zweimal verlängert.

  • Deutschland spendet 100 Beatmungsgeräte an Tschechien

    30.10.2020

    Deutschland unterstützt Tschechien im Kampf gegen die Corona-Epidemie mit einer Spende von 100 Beatmungsgeräten. Darüber informierten der tschechische Außenminister Tomáš Petříček (Sozialdemokraten) und der deutsche Botschafter in Prag, Christoph Israng, am Freitag via Twitter.

    Petříček bedankte sich beim Nachbarland für die Spende. Sie werde Tschechien helfen, die Krise zu bewältigen, so der Minister. Laut Israng wird derzeit auch weitere konkrete deutsche Hilfe für die Tschechische Republik geprüft. Gut, dass der direkte Kontakt zwischen den deutschen und tschechischen Ministerien so eng und vertrauensvoll sei, schrieb Israng.

  • Erneut toxische Stoffe im Fluss Bečva

    30.10.2020

    Analysen der Wasserproben aus dem Fluss Bečva / Betschwa, die am Dienstagnachmittag von Inspektoren der tschechischen Umweltinspektion in Valašské Meziříčí durchgeführt wurden, haben eine erhöhte Nickelmenge gezeigt. Die Ergebnisse bestätigten keinen erhöhten Zyanid-Gehalt. Darüber informierte der Bürgermeister von Valašské Meziříčí / Wallachisch Meseritsch, Robert Stržínek (Ano), in einem Pressebericht am Freitag.

    Bereits im September wurde das Wasser im Bečva-Fluss mit Zyanid kontaminiert. Fast 40 Tonnen Fische waren der Zyanid-Vergiftung zum Opfer gefallen. Bis heute ist nicht klar, wer die Umweltkatastrophe verursacht hat.

  • Gesundheitsminister: Tschechien hat Wendepunkt der Epidemie erreicht

    30.10.2020

    Tschechien hat in der Entwicklung der Corona-Epidemie höchstwahrscheinlich einen Wendepunkt erreicht, meint der neue Gesundheitsminister Jan Blatný (parteilos). In den nächsten zwei Wochen könne man eine Verbesserung der Lage erwarten, sagte er auf seiner ersten Pressekonferenz am Freitag in Prag. Er mahnte allerdings, sollte man sich an die Einschränkungen nicht halten, werde der Effekt nicht eintreten. Man habe noch nicht gewonnen, das Virus verbreite sich weiterhin unkontrolliert in der Gesellschaft, so der Minister.

    Der Direktor des Instituts für medizinische Informationen (ÚZIS), Ladislav Dušek, wies auf der Pressekonferenz darauf hin, dass die Infektionszahlen bei Menschen über 65 Jahre gestiegen seien, bei denen das Risiko einer Hospitalisierung höher ist. Der Anteil der Altersgruppe an der Gesamtzahl der Fälle erreichte im Oktober 14 Prozent. Eine Debatte über eine Lockerung der Maßnahmen stehe gar nicht auf der Tagesordnung, betonte Dušek.

  • Registrierkassenpflicht wird bis Ende 2022 unterbrochen

    30.10.2020

    Die Wiedereinführung der Registrierkassenpflicht in Tschechien wird bis Ende 2022 verschoben. Präsident Miloš Zeman hat am Freitag die entsprechende Gesetzesänderung unterzeichnet, wie sein Sprecher mitteilte. Laut Finanzministerin Alena Schillerová (parteilos) will man dadurch die Unternehmer in Tschechien in Corona-Zeiten entlasten. Nach der Meinung der Experten und der Opposition bedeutet der Aufschub ein Ende des gesamten Projekts.

    Die Registrierkassenpflicht wurde im Dezember 2016 zunächst für Gastbetriebe und Restaurants eingeführt und später auf weitere Betriebe erweitert. Die Unternehmer müssen alle ihre Umsätze über eine elektronische Registrierkasse abrechnen. Damit soll Mehrwertsteuerbetrug verhindert werden. Im Frühjahr dieses Jahres wurde die Pflicht vorerst bis Ende 2020 gestoppt.