Blatný: Alle fünf Risikostufen seines Modells machen Notstand erforderlich

Der tschechische Gesundheitsminister Jan Blatný (parteilos) hat am Freitag in Prag vor Journalisten erläutert, weshalb man den Notstand im Land noch länger ausdehnen sollte. Der Notstand wurde am 5. Oktober von der Regierung ausgerufen, nach Ablauf der Frist von 30 Tagen wurde er durch einen Parlamentsbeschluss bis zum 20. November verlängert. Am Montag werde er den Abgeordneten nun vorschlagen, diesen Ausnahmezustand um weitere 30 Tage zu verlängern.

Zur Begründung seiner Forderung stellte der Minister am Freitag ein tabellarisches System mit fünf Risikograden vor. Dabei würden es alle fünf Einstufungen erforderlich machen, dass zur Umsetzung geeigneter Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus der Ausnahmezustand erklärt wird, sagte Blatný. Ohne die Aufrechterhaltung des Notstandes wäre das von seinem Ministerium erarbeitete System der Risikoeinstufung relativ wertlos und alle Maßnahmen würden nur den Status von Empfehlungen haben, erklärte Blatný. Wie die Einstufung in die einzelnen epidemiologischen Risikograde gehandhabt wird, erläuterte der Minister an mehreren Beispielen.

Autor: Lothar Martin