Coronavirus: Bettenkapazität in tschechischen Kliniken stößt an Grenzen

Die Kapazitäten der tschechischen Krankenhäuser, in denen Covid-19-Patienten behandelt werden, nähern sich ihrer Grenzen. Die Möglichkeit, sie zu erhöhen, ist sehr beschränkt, da es dafür nicht ausreichend Personal gäbe. Das sagte der Staatssekretär im Gesundheitsministerium, Vladimír Černý, am Freitag in Prag vor Journalisten. Die Zahl der Klinikeinweisungen von Covid-19-Erkrankten wächst täglich um 150 bis 200 Personen. Sollte sich die schlechte Prognose bewahrheiten, dann könnten noch im Januar bis zu 12.000 Corona-Patienten in den Krankenhäusern versorgt werden. Gegenwärtig sind es rund 7300 Patienten.

Mehr als 200 Covid-19-Patienten sind derzeit in den Unikliniken in Ostrava / Ostrau, Brno / Brünn und Plzeň / Pilsen untergebracht. Am schlechtesten ist die Lage im Kreis Mährisch-Schlesien. Das Gesundheitsministerium erwägt indes noch nicht, das Feldlazarett im Prager Stadtteil Letňany zu öffnen. Der Grund dafür ist das fehlende medizinische Personal im zivilen Sektor. Die Armee wäre laut Černý in der Lage, bis zu 50 Patienten zu versorgen. Die Gesamtkapazität des Feldlazaretts liegt bei 500 bis 600 Betten.

Autor: Lothar Martin