In der NS-Zeit gestohlene Kirchenglocke wurde zurückgegeben

Die Kirchenglocke von 1649, die während der NS-Zeit geraubt wurde, befindet sich nach 81 Jahren wieder in Píšť bei Opava / Troppau. Zuerst wird  sie in der dortigen Laurentius-Kirche ein halbes Jahr lang ausgestellt. Die Experten müssen den Zustand der Glocke beurteilen, erst danach wird er im Kirchenturm wieder platziert. Zudem wird der Prozess eröffnet, der zur Ausrufung der Glocke zum Kulturdenkmal führt. Dies teilte Tomáš Hejda am Samstag der Presseagentur ČTK mit, der ein Glockenexperte für die Diözese Ostrava–Opava (Ostrau–Troppau) ist.

Die Glocke wurde während des Zweiten Weltkriegs geraubt. Bisher hing sie in Grötzingen bei Stuttgart. Im Rahmen des Projektes „Friedensglocken für Europa“ sollen insgesamt sechs Glocken der Diözese zurückgegeben werden, die aus den Kirchen in der Region stammen.

Der Pfarrer von Píšť, Petr Černota,  sagte, die Glocke habe einen großen historischen Wert. Der Bürgermeister er Gemeinde, Daniel Fichna, merkte an, die Glocke sei nach der Monstranz von 1609 der zweitälteste Artefakt von Píšť.