Euro-Kritiker Klaus: Währungstrennung ist machbar

Die Aufteilung der tschechoslowakischen Währung vor 20 Jahren könnte nach Ansicht des tschechischen Präsidenten Václav Klaus Vorbild für die Eurozone sein. Eine Währungstrennung ließe sich ohne weiteres realisieren, sagte der im März aus dem Amt scheidende 71-Jährige am Donnerstag in Prag.

Nach der Trennung von der Slowakei wurde in Tschechien am 8. Februar 1993 die Tschechische Krone als eigene Währung eingeführt. Die Slowakei habe bei der Trennung ein Drittel der Wirtschaftsleistung des Gesamtstaats gestellt, erläuterte der langjährige EU-Kritiker Klaus. Das angeschlagene Griechenland mache im Vergleich nur ein Fünfzigstel der Wirtschaftskraft Europas aus. Länder wie Griechenland haben nach Klaus' Meinung in der Eurozone die Rolle eines „blinden Passagiers“ gespielt. Nun aber sei die Zeit für eine Fahrkartenkontrolle gekommen. Die Rückkehr zur nationalen Währung könne eine positive Wirkung entfalten und die Politik dürfe davor nicht die Augen verschließen, sagte Klaus.

Autor: Lothar Martin