Exporteure fordern von Premier, tschechische Digitalsteuer zu überdenken

Tschechische Exportunternehmen haben Premier Andrej Babiš (Partei Ano) dazu aufgefordert, die Einführung einer Digitalsteuer zu überdenken. Bei einer Debatte in Prag mit dem Regierungschef sagten sie, dass sie kostspielige Gegenmaßnahmen der USA befürchteten. Babiš teilte mit, er erwäge, das entsprechende Gesetz abzuändern. Dies geht aus einer Presseaussendung der tschechischen Handelskammer hervor, der Verband hatte das Treffen von 40 Exportunternehmen mit dem Premier organisiert.

Den bisherigen Plänen nach sollen große Internetfirmen sieben Prozent ihres Umsatzes in Tschechien als Steuern abführen. Dies beträfe globale Konzerne mit einem Gesamtjahresumsatz ab 750 Millionen Euro und mit mindestens 100 Millionen Kronen (vier Millionen Euro) Umsatz hierzulande. Über das Gesetz dazu wird derzeit im tschechischen Parlament beraten.

Autor: Till Janzer