Geheimdienst untersucht Eintreibung kasachischer Schulden

Die tschechischen und kasachischen Geheimdienste untersuchen die Versuche Tschechiens, Schulden, die Kasachstan gegenüber Tschechien hat, einzutreiben. Den Informationen des Tschechischen Rundfunks zufolge spielte bei den Verhandlungen über die Schuldenbegleichung ein gefälschter Brief des kasachischen Finanzministers die Hauptrolle. Die kasachischen Schulden, die mehr als 300 Millionen US-Dollar erreichen, entstanden in der ersten Hälfte der neunziger Jahre. Der Ex-Vizefinanzminister Ladislav Zelinka informierte im Winter 2004 darüber, dass die Schulden von einem schweizerischen Investitionsfonds gekauft werden und dass der Fonds dafür fast die Hälfte der geschuldeten Summe bezahlen würde. Der Investitionsfonds hielt den Vertrag zweimal nicht ein, trotzdem wurde der Vertrag von Zelinka zum dritten Mal verlängert. Ein Vertreter des schweizerischen Fonds ist ein Tscheche, der ein einflussreicher Agent des ehemaligen kommunistischen Geheimdienstes StB war. Sein Name steht in den offiziellen vom Innenministerium veröffentlichten Listen der Mitarbeiter der kommunistischen Staatssicherheit. Zelinka trat vorige Woche vom Posten des Vizefinanzministers zurück.