Gläubiger schicken verschuldete Lotteriegesellschaft Sazka in Konkurs

Die Gläubiger von Sazka haben die hochverschuldete größte tschechische Lotteriegesellschaft in den Konkurs geschickt. Am späten Freitagabend entschieden sie sich beim Gläubigertreffen in der Mehrheit für diese Variante anstatt einer Umstrukturierung des Unternehmens. Der zuständige Richter am Prager Stadtgericht bestätigte die Entscheidung. Damit verliert die derzeitige Führung von Sazka um Generaldirektor Aleš Hušák ihren Einfluss, die Entscheidungsgewalt geht an den Konkursverwalter über. Die gesamte Forderungssumme der zugelassenen Gläubiger liegt bei umgerechnet 350 Millionen Euro. Die Aktionäre von Sazka sind bürgerliche Vereinigungen, die im Sportbereich tätig sind.

Autor: Till Janzer