Hamáček in Bedrängnis: Vizepremier wird schäbiger Polithandel vorgeworfen

Nach einem Bericht des Internetportals Seznam.cz ist Vizepremier und Innenminister Jan Hamáček (ČSSD) in arge Bedrängnis geraten. Dem Bericht zufolge wollte er seine geplante Reise nach Moskau deshalb abtreten, um mit dem Kreml einen Deal auszuhandeln. Demzufolge wollte er der russischen Regierung anbieten, die Causa Vrbětice beizulegen, wenn Moskau dafür im Gegenzug den Impfstoff Sputnik V nach Tschechien liefere sowie einwillige, ein Treffen von Putin mit US-Präsident Biden in Prag vorzunehmen. Hamáček ist von dieser Meldung geschockt. Ihm zufolge sei dies der schwierigste Moment in seinem Leben. Gleichzeitig sagte er, dass es keinen Sinn mache, den Russen etwas zu versprechen, wenn er wisse, dass die Informationen schon lange in den Händen der Medien seien.

Die Opposition reagierte scharf. Es sei unglaublich, auf diese Weise die Sicherheit und Glaubwürdigkeit Tschechiens zu gefährden und die tschechische Politik auf solch widerliche Geschäfte zu reduzieren, twitterte Bürgerdemokraten-Chef Petr Fiala. Jan Hamáček sollte sofort zurücktreten, fordert das Oppositionsbündnis Spolu.

Autor: Lothar Martin