Hamáček: Stagnation der Pandemie erlaubt keine grundsätzlichen Lockerungen

Wegen der Stagnation bei der Anzahl der Neuinfektionen und den in Kliniken behandelten Covid-19-Patienten gibt es keinen Raum für merkliche Lockerungen der Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronavirus. Dies gelte auch für die von den Betreibern erhoffte Wiederöffnung der Skigebiete, erklärte der Chef des zentralen Krisenstabs in Tschechien, Jan Hamáček, am Mittwoch im Anschluss an die jüngste Sitzung des Gremiums. Die Lage sei ernster als in den vergangenen Wochen, weil die Zahlen kaum sinken, das Risiko einer Ansteckung aufgrund der britischen Mutation des Virus aber zunehme, sagte der Vizepremier vor Journalisten.

Laut Hamáček werde die Regierung daher vorschlagen, dass im Personen-Nahverkehr sowie an weiteren öffentlichen Plätzen eine Atemschutzmaske anstatt eines einfachen Mundschutzes getragen werden sollte. Man werde dies aber nicht vorschreiben, so der Sozialdemokrat. Zudem werden die Bürger über 80 Jahre demnächst Post mit Informationen über die Impfung gegen Covid-19 erhalten. Die vor 13 Tagen dazu angelaufene Impfkampagne ist ausgesetzt worden, weil die Firmen BionTech und Pfizer Verzögerungen bei der Lieferung ihres Impfstoffes eingeräumt haben.

Autor: Lothar Martin