Handelsinspektion deckt diskriminierende Fälle in Prager Gaststätten auf

Die Tschechische Handelsinspektion (ČOI) hat gegen zwei Gaststätten in Prag ein Bußgeld von je 60.000 Kronen (2.225 Euro) wegen diskriminierenden Handelns verhängt. Die betroffenen Betriebe waren das Clock Caffé auf dem Altstädter Ring und das Café Restaurant auf der Schützeninsel. In beiden Wirtschaften wurde für dieselbe Bestellung von einem ausländischen Gast mehr Geld verlangt als von einem Tschechisch sprechenden Verbraucher. Die Kontrolleure der Inspektion hatten sich selbst als diese Gäste ausgegeben. Dabei wurde dem Englisch sprechenden Verbraucher ein sogenannter Service-Betrag von 50 Kronen (fast zwei Euro) in Rechnung gestellt, dem einheimischen Gast aber nicht.

Des Weiteren hat die Handelsinspektion ein diskriminierendes Verhalten zweier Gastwirtschaften bezüglich des Alters und der Nationalität der Gäste festgestellt. Im ersten Fall hat ein Prager Restaurant es nicht gestattet, dass eine Gruppe von Erwachsenen laut ihrer Bestellung auch ein Kind im Alter von unter acht Jahren mitbringen kann. Der zweite Fall war deshalb etwas kurios, weil ein anderes Prager Unternehmen sich keine einheimischen Kunden wünschte, sondern nur Englisch sprechenden Gästen Plätze in seinem Restaurant anbot.

Autor: Lothar Martin