Historiker: Diebe verfehlten Heydrich-Grab

Die Diebe hätten das Grab des stellvertretenden Reichsprotektors Reinhard Heydrich um 50 Meter verfehlt. Dies sagte der tschechische Historiker Jaroslav Čvančara nach einer Besichtigung des Berliner Invalidenfriedhofs gegenüber dem Tschechischen Fernsehen. Čvančara stützt sich zusätzlich auf Aussagen des Sohnes von Heydrich und Augenzeugen des Begräbnisses, die Friedhofsleitung hält sich über den Ort des Grabes bedeckt.

Vor Weihnachten berichteten deutsche Medien, dass die letzte Ruhestätte des SS-Offiziers und „Henkers von Prag“ ausgeraubt worden sei. Heydrich war 1942 bei einem Attentat des tschechoslowakischen Widerstands getötet worden. Laut dem Historiker Čvančara hätte aber auch nicht das Grab Heydrichs Ziel des Raubes sein müssen, sondern das nahegelegene Grab Heinrich Himmlers.