Hochwasserlage in Nord- und Ostböhmen weiter angespannt

Nach weiteren dauerhaften Regenfällen am Freitag ist die Hochwassersituation in Tschechien weiter kritisch. Die Regenfälle halten vor allem in Liberec weiter an. Zwar ist die Situation der Flüsse derzeit stabil, Entwarnung aber gibt es noch nicht. Die größte Gefahr von Überschwemmungen besteht in den Regionen um Liberec / Reichenberg, Hradec Králové / Königgrätz und Šumperk / Mährisch-Schönberg. Mit einem weiteren Anstieg der Pegelstände wird den Meteorologen zufolge hingegen im Adlergebirge, im Altvatergebirge und in den Beskiden gerechnet.

Am meisten vom Wasser gefährdet sind die Einwohner mehrerer Ortschaften im nordböhmischen Kreis Liberec – jener Region, die bereits im Vorjahr von einem verheerenden Hochwasser heimgesucht wurde. In dieser Region sind auch weiterhin mehrere Straßen und Brücken gesperrt. In den Ortschaften Víšňová und Raspenava wurden zudem einige Einwohner evakuiert. Im ostböhmischen Mělčany bei Dobruška haben Feuerwehrleute in den frühen Morgenstunden ein Kinderferienlager mit 45 Kindern evakuiert. Bereits am Donnerstag hatten Einsatzkräfte in der Region Pilsen 75 Kinder aus einem Ferienlager an einem Fluss in Sicherheit gebracht.