Kriminalpolizei überprüft Verhalten von Zemans Mitarbeitern

Die tschechische Polizeizentrale zur Bekämpfung organisierter Kriminalität (NCOZ) begann,  Personen aus der Umgebung von Staatspräsident Miloš Zeman zu überprüfen. Es handelt sich dabei um Untersuchungen in zwei selbständigen Fällen. Darüber berichteten das renommierte Wochenmagazin Respekt und das Nachrichtenportal Aktuálně.cz am Mittwoch. Die Kriminalpolizei überprüft unter der Aufsicht der Staatsanwaltschaft in Rakovník, ob die Menschen aus Zemans Kanzlei nicht die Straftat der unterlassenen Hilfeleistung begingen. Die Staatsanwaltschaft im sechsten Prager Stadtbezirk beaufsichtigt die Untersuchungen im Fall der mutmaßlichen Fälschung und der Aneignung der Kompetenzen einer Amtsperson. In den beiden Fällen drohen den eventuellen Tätern zwei Jahre Gefängnis. Die Polizeizentrale reagiert mit den Ermittlungen auf eine Serie von Strafanzeigen, die die Staatsanwälte in den letzten Tagen erhielten.

Zeman liegt seit dem 10. Oktober auf der Intensivstation des Zentralen Militärkrankenhauses in Prag. Während des Krankenhausaufenthaltes entschied der Präsident über die Einberufung der Sitzung des Abgeordnetenhauses für 8. November. Es wird überprüft, ob die Mitarbeiter der Präsidialkanzlei Zemans Unterschrift nicht gefälscht haben. Der Verdacht, dass die Mitarbeiter der Kanzlei hätten die Straft der unterlassenen Hilfe begehen können, betrifft die Zeit vor Zemans Einlieferung in die Klinik.