Kulhánek: Tschechien will Abkommen mit Nachbarstaaten über erneuten Reiseverkehr

Die Tschechische Republik will noch vor Einführung eines gesamteuropäischen Impfpasses mit ihren Nachbarländern die Vereinbarung erzielen, dass wenigstens alle auf Covid-19 Geimpften wieder frei reisen können. Das erklärte der tschechische Außenminister Jakub Kulhánek (Sozialdemokraten) am Donnerstag auf der Pressekonferenz nach seinen Verhandlungen mit Österreichs Diplomatenchef Alexander Schallenberg.

Die gesamteuropäische Lösung wolle man bis zum 1. Juli erreichen. Nichtsdestotrotz sei es das Anliegen Tschechiens, mit seinen Nachbarländern schon vorher bilaterale Vereinbarungen zu treffen. Prags Wunsch sei es, dass wenigstens die Geimpften schon im Juni nach Deutschland, Österreich, die Slowakei und Polen reisen können, sagte Kulhánek.

Alle Länder begännen eigene Systeme aufzubauen, wonach die Impfungen zertifiziert oder frühere Krankheiten belegt würden. Es gehe folglich darum, die Dokumente des jeweils anderen Landes anzuerkennen. Dies sei die Voraussetzung für die Schaffung eines gesamteuropäischen Systems, ergänzte Schallenberg.

Autor: Lothar Martin