Leichnam der tschechischen Soldatin von Ägypten in Prag eingetroffen

Der Leichnam der bei einer internationalen Friedensmission tödlich verunglückten Tschechin Michaela Tichá ist am Freitag mit einer tschechischen Militärmaschine in Prag eingetroffen. Die Soldatin im Dienstgrad eines Feldwebels ist am Donnerstag bei einem Hubschrauberabsturz auf der ägyptischen Halbinsel Sinai mit sieben weiteren Personen ums Leben gekommen. Alle acht Opfer waren Mitglied der Multinational Force and Observers (MFO), einer internationalen Friedenstruppe zur Sicherung des Friedensvertrages zwischen Ägypten und Israel.

Bei der Landung auf dem Prager Militärflugplatz Kbely wurde die Maschine von Gripen-Kampfjets der tschechischen Armee eskortiert. Danach wurde der Sarg im Beisein der Eltern des Opfers mit einem Pietätsakt von führenden Politikern und Militärs in Empfang genommen. Verteidigungsminister Lubomír Metnar (parteilos) hatte zuvor entschieden, Michaela Tichá in Memoriam in den Dienstrang eines Stabsfährich zu befördern. Die 27-Jährige ist die erste tschechische Soldatin, die bei einer Friedensmission starb.

Der Hubschrauber vom Typ UH-60 Black Hawk ist unweit des ägyptischen Ferienorts Sharm el-Sheikh abgestürzt. Internationalen Nachrichtenquellen zufolge soll der Absturz durch einen technischen Fehler verursacht worden zu sein. Die Insassen des Helikopters waren auf einem Beobachtungsflug im Rahmen ihrer Mission.

Autor: Lothar Martin