Leichname der in Ägypten gestorbenen Tschechinnen in Ostrau eingetroffen

Am Donnerstag sind die Särge mit den sterblichen Überresten einer 36-jährigen Tschechin und ihrer 8-jährigen Tochter, die beide in Ägypten ums Leben kamen, im nordmährischen Ostrava / Ostrau eingetroffen. Kriminalbeamte der Region haben sofort eine Obduktion der beiden Leichname angeordnet, die Ergebnisse sollen in einigen Tagen bekanntgegeben werden. Nach einer bereits von ägyptischen Ärzten im dortigen Urlaubsort Hurghada vorgenommenen Obduktion sollen die zwei Tschechinnen an einer Säurevergiftung gestorben sein. Das offizielle Ergebnis dieser Untersuchung werde jedoch erst in ein paar Wochen in Prag eintreffen, sagte die Sprecherin des Außenministeriums, Johana Grohová, am Donnerstag.

Die Polizei in Ostrau hat indes am Dienstag ein Strafverfahren in dieser Sache eingeleitet. Nach Aussage ihrer ägyptischen Kollegen gilt der nach Hurghada mitgereiste Ehemann und Vater der Getöteten inzwischen als Hauptverdächtiger für eine vermutliche Mordtat. Der 35-Jährige, der zur möglichen Tatzeit unter Magen- und Darmkrämpfen litt, wird von der ägyptischen Polizei weiter in Hurghada festgehalten, um in dem Fall auszusagen. Eine Beschuldigung wegen möglichen Mords wurde jedoch nicht erhoben. Es ist davon auszugehen, dass erst nach der Bekanntgabe der Obduktionsergebnisse in Ostrau mehr Klarheit in diese Familientragödie gebracht wird.

Autor: Lothar Martin