Memorandum zur Zukunft von Bohumil Hrabals Sommerhaus unterschrieben

Der tschechische Kulturminister Lubomír Zaorálek (Sozialdemokraten) und die Hauptfrau des Mittelböhmischen Kreises, Petra Pecková (Stan), haben am Mittwoch ein Memorandum unterschrieben zur zukünftigen Zusammenarbeit, die die Öffnung des Sommerhauses von Bohumil Hrabal für die Öffentlichkeit zum Ziel hat. Der Kreis plant, im November über einen möglichen Erwerb der Immobilie im Naherholungsgebiet südwestlich von Nymburk / Nimburg zu verhandeln.

Pecková betonte am Mittwoch allerdings, dass noch nicht sicher sei, ob ihre Verwaltung den Kauf tatsächlich tätigt. Die öffentliche Meinung darüber sei tief gespalten, so die Kreishauptfrau. Zaorálek hingegen bezeichnete den möglichen Kauf als Gelegenheit, die man nutzen solle. Das Haus, in dem der Schriftsteller seine letzten Lebensjahre verbrachte, könne nach Vorstellungen des Ministers ein Ort des Erinnerns, aber auch für eine lebendige Literatur in der Zukunft sein.

Das Sommerhaus samt Grundstück war im Sommer im Angebot eines Immobilienmaklers aufgetaucht. Der beigefügte Preis betrug 11,9 Millionen Kronen (470.000 Euro).