Menschenrechtspreis „Homo Homini“ geht an kubanische Dissidenten

Der Preis „Homo Homini“, der für die Verteidigung der Menschenrechte verliehen wird, geht in diesem Jahr an elf kubanische Dissidenten. Die tschechische Hilfsorganisation „Člověk v tísni“ („Mensch in Not“) würdigte die kubanischen Regimegegner für ihre Unerschrockenheit und moralische Kraft. Sie entschieden sich trotz des auf sie vom kubanischen Regime ausgeübten Drucks nicht zu emigrieren und wollen weiterhin für die Freiheit in ihrer Heimat kämpfen. Unter den Geehrten sind die Wirtschaftswissenschaftlerin Martha Beatriz Roque und der Schriftsteller Jorge Olivera Castillo. Die Auszeichnung wird traditionell zum Auftakt des internationalen Menschenrechts-Filmfestivals „Jeden svět“ („Eine Welt“) verliehen. Die Zeremonie findet am Montagabend im renommierten Kulturzentrum „Pražská křižovatka“ („Prager Kreuzung“) statt.

Die Hilfsorganisation „Člověk v tísni“ ist auf Kuba seit 1997 tätig. Sie begann damals die dortigen Dissidenten und politischen Gefangenen zu unterstützen. Zurzeit konzentriert sie sich mehr auf die Unterstützung der Aktivitäten unabhängiger Bürgerinitiativen und Journalisten. Sie verfolgt zudem die eventuelle Verletzung der Menschenrechte und setzt sich für vom Regime verfolgte Kubaner ein.