• 10.09.2002

    Die Roma aus der Tschechischen Republik suchen in Großbritannien in der Wirklichkeit kein politisches Asyl, sondern es geht ihnen um eine ökonomische Migration; In Tschechien kommt es zu keinen Verfolgungen der Roma. Dies erklärte der Vorsitzende des britischen House of Lords, Lordkanzler Irvine of Lairg, am Dienstag in Prag. Aus dem Grund hält er die britischen Immigrationskontrollen auf dem Flughafen Prag-Ruzyne für vernünftig. "Wir sind davon überzeugt, dass die Menschenrechte der Roma in Tschechien nicht gefährdet werden," erklärte der britische Politiker nach seinem Treffen mit seinem tschechischen Amtskollegen Petr Pithart in Prag.

  • 08.09.2002

    Premier Vladimir Spidla hat am Sonntag erklärt, dass der Zeitplan für die Anwendung der finanziellen Mittel für die Beseitigung der Hochwasserschäden, die der Tschechischen Republik von der Europäischen Union angeboten wird, nicht gefährdet ist. Spidla zufolge wird jetzt der Umfang der Schäden abgeschätzt. Er schloss nicht aus, dass das Kabinett am Sonntagabend darüber beraten wird. Spidla wird am Montag Dänemark besuchen, das den EU-Vorsitz innehat, um dort auch über dieses Thema zu diskutieren. Die im Zusammenhang mit der Hochwasserkatastrophe getroffenen Steuermaßnahmen, die von der Opposition kritisiert werden, bezeichnete Spidla als angemessen. Es handele sich - so der Premier - um keine Reform, sondern um eine Reaktion auf die Lage nach der Hochwasserkatastrophe.

  • 08.09.2002

    In der Tschechischen Republik werden auch weiterhin die Hochwasserfolgen beseitigt. Am Samstag lief die Frist ab, während deren die Gemeinden in den vom Hochwasser betroffenen Landkreisen den Umfang der Kosten beziffern sollten, die für die Erneuerung des Eigentums notwendig sind. Das Finanzministerium beabsichtigt, die Gesamtrechnung für die Hochwasserfolgen bis Ende September vorzulegen, meldete am Sonntag die Nachrichtenagentur CTK.

  • 08.09.2002

    Es ist bislang nicht gelungen, das Wasser aus drei Haltestellen der Prager Metro zu schöpfen. Die Sprecherin des Prager Verkehrsbetriebs Michaela Kucharova informierte am Sonntag darüber, dass höchstwahrscheinlich am kommenden Dienstag von der letzten U-Bahn-Haltestelle "Florenc" beseitigt wird. Mit der Rekonstruktion der Haltestellen kann erst nach deren Reinigung und Desinfizierung begonnen werden. Die Hochwasserschäden in der Prager Metro werden auf ca. 2 Milliarden Kronen geschätzt.

  • 08.09.2002

    Ein Benefizkonzert für die Hochwasseropfer in Tschechien hat am Samstagabend in der südpolnischen Stadt Bresslau stattgefunden. Bresslau, das Erfahrungen mit dem Hochwasser von 1997 hat, reagierte auf die Hochwasserkatastrophe in Tschechien als eine der ersten polnischen Städte und schickte in die betroffenen Regionen in Böhmen gleich 250 Kondensationstrockner und hygienisches Material.

  • 07.09.2002

    Das Kabinett wird auf seiner Sondersitzung an diesem Sonntag über konkrete Projekte zur Renovierung der vom Hochwasser beschädigten Infrastruktur entscheiden, die aus dem EU-Programm ISPA finanziert werden sollen. Finanzminister Bohuslav Sobotka informierte darüber am Samstag in einem Diskussionsprogramm des Tschechischen Fernsehens. Er reagierte damit auf Befürchtungen, die die EU-Kommission äußerte, dass sich die Vorbereitung dieser Projekte verzögere. Die Minister kommen zusammen, um über die Schritte zur Finanzierung der Hochwasserschäden zu beraten.

  • 07.09.2002

    Die Demokratische Bürgerpartei ODS wird die Steuererhöhungen nicht unterstützen, die das Kabinett zur Finanzierung der Hochwasserfolgen vorschlägt. Im Tschechischen Fernsehen bestätigte dies am Samstag Chef der ODS- Abgeordnetenfraktion Vlastimil Tlusty. Das Abgeordnetenhaus wird sich mit dem Paket der Hochwassermaßnahmen am 12. September befassen. Die Steueränderungen sollen die staatlichen Einnahmen im kommenden Jahr um etwa 10 Milliarden Kronen erhöhen. Die Hochwasserschäden werden wahrscheinlich 100 Milliarden Kronen übersteigen.

  • 07.09.2002

    Der Generalstabschef der Tschechischen Armee Jiri Sedivy reist am Sonntag nach Berlin, um dort an der Sitzung des NATO-Militärausschusses teilzunehmen. Der Ausschuss soll über die Vorbereitung des NATO-Gipfeltreffens im November in Prag verhandeln. Der zweite Teil der Sitzung wird am kommenden Mittwoch und Donnerstag in Prag direkt stattfinden.

  • 07.09.2002

    Der Prager Zoo hat am Samstag zum ersten Mal seit der Hochwasserkatastrophe seine Tore geöffnet und mehrere Dutzend Besucher begrüßt. Es wurden der obere Teil des Geländes, aber auch einige Orte im unteren Teil, der überschwemmt worden war, zugänglich gemacht. Außer den Tieren kann man im Zoo auch eine Photoausstellung besichtigen, die die Überflutung des Gartens und die Rettung der dortigen Tiere dokumentiert.

  • 06.09.2002

    Die Europäische Kommission zeigte sich über langsame Vorbereitung konkreter Projekte zur Erneuerung der Infrastruktur in Tschechien beunruhigt. Die EU will 48 Millionen Euro aus dem ISPA-Programm zur Beseitigung der Hochwasserschäden an der Infrastruktur gewähren. Es sei sehr wichtig, die technischen Vorbereitungen möglichst bald zu beenden, wenn die Hilfe wirkungsvoll und schnell geleistet werden solle, sagte der EU-Unterhändler Rutger Wissels der Nachrichtenagentur CTK. Tschechien soll die entsprechenden Projekte bis zum 25. September dem Brüssel vorlegen.

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