Nečas: Tschechien will im EU-Haushalt bis 2020 ein Nehmerland bleiben

Die Tschechische Republik wolle bei den bevorstehenden Verhandlungen zum Finanzrahmen der Europäischen Union von 2014 bis 2020 erreichen, dass sie auch in dieser Periode ein EU-Nehmerland bleibt. Zudem wolle sich Tschechien dafür einsetzen, dass der EU-Haushalt in diesem Zeitraum auf ein Prozent der europäischen Wirtschaftskraft festgeschrieben wird, erklärte Premier Petr Nečas am Freitag in Prag vor Journalisten. Der Pressekonferenz vorausgegangen war das Treffen des Premiers mit dem Eurokommissar für Finanzplanung und Haushalt, Janusz Lewandowski. Den Vorstellungen der großen EU-Mitgliedsstaaten nach aber soll Tschechien ab 2014 weniger Subventionen aus den EU-Töpfen erhalten, als es beim jetzigen Finanzrahmen der Jahre 2007 bis 2013 der Fall ist. Derzeit ist Tschechien das EU-Land, das die höchsten Subventionen pro Kopf der Bevölkerung unter den 27 Mitgliedsstaaten bezieht.

Autor: Lothar Martin