Nečas und Orbán: Vertrag über Haushaltsdisziplin soll sich nur auf Eurozone beziehen

Nach Meinung von Tschechien und Ungarn sollte sich der neue internationale Vertrag zur Verbesserung der Haushaltsdisziplin nur auf die Länder beziehen, die Mitglied der Eurozone sind. Darauf einigten sich der tschechische Premier Petr Nečas und sein ungarischer Amtskollege Viktor Orbán während der Gespräche am Donnerstag in Budapest. Beide Länder wollen über den neuen Vertrag auch weiterhin intensiv beraten. In Tschechien wurde entschieden, dass drei tschechische Vertreter an den Vorbereitungen des Dokuments teilnehmen sollen. Erst wenn es fertig gestellt wurde, werde sich Tschechien endgültig entscheiden. Nečas zufolge gebe es noch keine konkreten Details des Vertrags. Daher sei es, so der Premier, sinnlos, bereits jetzt über Einzelheiten zu spekulieren. Nečas sprach mit Orbán zudem über Wirtschaftsthemen. Der gegenseitige Handelsaustausch zwischen den beiden Ländern habe nur 80 Prozent jenes Umfangs aus der Zeit vor der Wirtschaftskrise von 2008 erreicht, hieß es in Budapest. Die beiden Premierminister sprachen daneben auch über die Zusammenarbeit bei der Ausbildung von Militärpiloten. Nečas traf in Budapest auch mit dem ungarischen Staatspräsident Pál Schmitt und mit dem Parlamentspräsident László Kövér zusammen.