Obergericht Prag erklärt David Rath in Korruptionscausa für schuldig und verlängert Freiheitsstrafe

Das Berufungsgericht Prag hat am Dienstag den ehemaligen Hauptmann des Kreises Mittelböhmen, David Rath, für schuldig erklärt. Das Gericht verlängerte zudem Raths siebenjährige Freiheitsstrafe um ein weiteres Jahr. Zudem wird das Unternehmen Metrostav sowie seine Tochtergesellschaft Metrostav Infrastructure für drei Jahre von öffentlichen Ausschreibungen ausgeschlossen. Beide Firmen dürfen auch keine öffentlichen Aufträge erfüllen. Das größte Bauunternehmen Tschechiens muss zudem eine Geldstrafe in Höhe von 10 Millionen Kronen (405.000 Euro) zahlen.

Mit Raths Korruptionsfall rund um die Manipulation öffentlicher Ausschreibungen beschäftigen sich die Gerichte seit mehreren Jahren. Rath wurde 2019 zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Anfang dieses Jahres wurde er vorzeitig entlassen. Aufgrund der nun erfolgten Entscheidung des Gerichts wird er für wenigstens einige Monate ins Gefängnis zurückkehren müssen.

David Rath kommentierte die Gerichtsentscheidung lediglich mit den Worten, er nehme das Urteil so, wie es sei. Das Unternehmen Metrostav lehnte die Strafe ab und kündigte an, beim Obersten Gerichtshof Revision einzulegen.