Oberstaatsanwaltschaft: Miloš Zeman war während Krankenhausbehandlung kein Opfer von Sabotage

Der Verdacht von Tschechiens Staatspräsident Miloš Zeman, während seines Krankenhausaufenthalts Opfer von Sabotage gewesen zu sein, ist unbegründet. Zu diesem Schluss ist laut dem öffentlich-rechtlichen Tschechischen Fernsehen die Oberstaatsanwaltschaft gekommen. Die Behörde werde weiter im Fall einer möglichen Fälschung von Arztberichten ermitteln, hieß es weiter.

Miloš Zeman wurde im Oktober vergangenen Jahres im Prager Militärkrankenhaus behandelt. Zunächst lagen keine Informationen über seinen Gesundheitszustand vor. Schließlich informierte das Krankenhaus, der Präsident sei nicht arbeitsfähig. Politiker beider Parlamentskammern wollten deshalb gemäß der Verfassung einige Kompetenzen des Staatsoberhauptes auf den Premier und den Vorsitzenden des Abgeordnetenhauses übertragen. Zeman bezeichnete dies später als „versuchten Putsch“.