OECD rät Tschechien, das Rentenalter anzuheben

Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD rät Tschechien, das Rentenalter weiter anzuheben. Die Regierung sollte außerdem prüfen, inwieweit Rentenzahlungen aus Steuereinnahmen finanziert werden können. Das ist das Ergebnis einer Analyse zur Rentenreform, die Tschechien im vergangenen Jahr von der OECD angefordert hat. Das Dokument wurde am Donnerstag vom Arbeitsministerium veröffentlicht.

Demnach sollte auch die Altersvorsorge gestärkt und Gewerbetreibende zu einem höheren Beitrag ins Rentensystem verpflichtet werden. Der Zeitraum, in dem in die Versicherung eingezahlt werden muss, sollte sich verkürzen, und Menschen mit überdurchschnittlichem Einkommen sollte eine höhere Rente zustehen.

Fast 30 Prozent aller Staatsausgaben fließen in Tschechien in das Rentensystem. Im Programm der Regierung von Andrej Babiš (Partei Ano) ist die Rentenreform als erste von sechs Hauptzielen aufgeführt.