Opposition kritisiert Fehler im System für Registration für Corona-Impfung

Tschechische Bürger polnischer Nationalität haben Probleme, sich für die Corona-Impfung zu registrieren. Darauf machte der stellvertretende Hauptmann des Kreises Mährisch Schlesien, Lukáš Curylo (Christdemokraten), am Samstag aufmerksam. Der Europaabgeordnete Tomáš Zdechovský (Christdemokraten) forderte Premier Andrej Babiš (Partei Ano) und Gesundheitsminister Jan Blatný (parteilos) auf, sämtliche Fehler im zentralen System für die Corona-Impfung zu beseitigen. Es sei unmöglich, dass  80-jährige Senioren und deren Familien Stunden am Computer und am Telefon sitzen, um sich für die Impfung zu registrieren.  Premier Babiš informierte am Samstagnachmittag darüber, dass sich inzwischen mehr als 130.000 Senioren für die Impfung registrierten und mehr als 24.000 von ihnen einen Termin für die Impfung bekamen. Das System für die Corona-Impfung sei gut und er werde den Regierungsbevollmächtigten für IT, Vladimír Dzurilla, für eine Staatsauszeichnung vorschlagen, sagte Babiš.

Seit Freitagmorgen können sich Menschen ab 80 Jahre für die Corona-Impfung in Tschechien registrieren. Kurz nach dem Start vermeldeten sowohl das Onlinesystem als auch die Telefonhotline aber technische Probleme wegen Überlastung. Schwierigkeiten mit dem zentralen System gab es auch am Samstagvormittag. Dies wurde auch von Vertretern anderer Oppositionsparteien kritisiert. Europaabgeordnete Jiří Pospíšil (Partei Top 09) erinnerte daran, das während der Corona-Pandemie auch eine ganze Reihe anderer proklamierten Maßnahmen versagte. Er nannte unter anderem das Versagen der sogenannten „Smarten Quarantäne“ oder  die „wenig ambitiöse“  Impfstrategie,  die seinen Worten zufolge schlecht ausgedacht worden sei.