Politico: Aus Visegrád-Quartett wird Gruppe „zwei plus zwei“

Die Visegrád-Gruppe ist in zwei Hälften gespalten. Während Ungarn und Polen sich in den Bewertungen zum Stand der liberalen Demokratie weiter zügig verschlechtern, sind Tschechien und die Slowakei nach den jeweiligen Regierungswechseln wieder auf dem Weg zurück in den Mainstream der Europäischen Union. So lautet die Analyse der europäischen Redaktion des Nachrichtenportals „Politico“. Demnach spricht das mitteleuropäische Quartett in bestimmten Fragen immer noch eine gemeinsame Sprache, die beiden Hälften seien aber auf „verschiedenen Fährten“.

Aus der Gruppe, die als V4 bekannt ist, werde eher „V 2+2“, heißt es in dem Artikel. Von einer Spaltung sprach in dieser Woche auch der tschechische Minister für europäische Angelegenheiten, Mikulaš Bek (parteilos). Gegenüber der Zeitung „Hospodářské noviny“ sagte er, dass Polen und Ungarn sich in ernsthaftem Streit mit dem Rest der EU befänden und dass Tschechien und die Slowakei nicht nach denselben Noten spielen würden.