Präsident Zeman spricht sich in den USA für Kampf gegen islamistischen Terrorismus aus

Präsident Zeman spricht sich in den USA für Kampf gegen islamistischen Terrorismus aus

Staatspräsident Miloš Zeman hat am Montag in den USA die Israelis unterstützt und sich für eine koordinierte Militäroperation der internationalen Gemeinschaft gegen den islamistischen Terrorismus ausgesprochen. Das sagte Zeman in seiner Rede auf einer Konferenz des Amerikanisch-israelischen Ausschusses für öffentliche Angelegenheiten (Aipac) in Washington. Der Präsident erinnerte an die Worte von US-Präsident John Kennedy vor der Berliner Mauer: „Ich bin ein Berliner.“ Zeman sagte auf der Konferenz: „Jetzt müssen wir alle sagen: Ich bin Jude.“ Den Satz wiederholte er auf Hebräisch. „Ihre Diskriminierung ist unsere Diskriminierung, Ihre Opfer sind unsere Opfer, “ fügte Zeman hinzu. Als Reaktion auf die Drohung des islamistischen Terrorismus schlug der Präsident einen systematischen und koordinierten Kampf gegen die Stützpunkte des Terrorismus und eine gemeinsame internationale Operation möglichst unter der Schirmherrschaft des UN-Sicherheitsrates vor.

Während der Konferenz des Aipac, der als eine pro-israelische US-Lobby gilt, traf der tschechische Präsident mit dem israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu zusammen. Sie sprachen über den Iran, die Situation auf den Golanhöhen und über tschechisch-israelische Beziehungen. In Washington will Zeman außerdem der Opfer des Angriffs auf das World Trade Center vom 11. September 2001 gedenken und einen Kranz an der Statue des tschechoslowakischen Staatsgründers Tomáš Garrigue Masaryk niederlegen.

Autor: Till Janzer