Prag verzeichnet die Hälfte an Besuchern im Vergleich zum Vorjahr

Prag hat in diesem Jahr viel weniger Besucher. Gegenüber den ersten sieben Monaten des Vorjahres hat von Januar bis Juli 2020 nur in etwa die Hälfte der sonst hier weilenden Touristen die Moldaumetropole besucht. Wegen der Coronavirus-Pandemie fehlen vor allem die Gäste aus dem Ausland. In die Galerien, Museen und anderen Sehenswürdigkeiten der Stadt kommen dafür umso mehr Tschechen als üblich. Das haben die Verwalter der historischen Stätten gegenüber der Nachrichtenagentur ČTK ausgesagt.

Für das Wahrzeichen der Stadt, die Prager Burg, haben in der ersten Jahreshälfte zirka 319.500 Menschen eine Eintrittskarte bezahlt. Im vergangenen Jahr lag die Besucherzahl in diesen Zeitraum bei über einer Million – folglich ist der diesjährige Andrang um etwa 75 Prozent geringer als 2019. Wichtig sei aber die steigende Tendenz, erklärt dazu die Sprecherin des Museums der Hauptstadt Prag, Olga Šámalová. Ihr zufolge wurde der Aussichtsturm auf dem Laurenziberg (Petřín-Hügel) im Juli von 48.000 Menschen aufgesucht, im Juni waren es nur 19.500 und im Mai gar nur 6000 Interessenten gewesen. Gewöhnlich aber besteigen im Juli über 80.000 Besucher (Juli 2019: 82.000, Juli 2018: 85.000) den kleinen Eiffelturm, wie die Nachbildung des Pariser Originals auch genannt wird.

Zufrieden ist man dagegen mit den Besucherzahlen im Prager Zoo. Im Juli kamen 190.000 Menschen in den Tierpark im Stadtteil Troja. Das sei in etwa die übliche Anzahl und angesichts der gegenwärtigen Lage ein großer Erfolg, sagte Zoo-Direktor Miroslav Bobek.

Autor: Lothar Martin