Premier Nečas: Chancen und Risiken eines Euro-Beitritts pragmatisch beurteilen

In Tschechien wächst die Sorge vor einer starken Krone. Ministerpräsident Petr Nečas rief nun dazu auf, die Chancen und Risiken eines Euro-Beitritts seines Landes pragmatisch zu beurteilen. Zudem müsse die exportabhängige tschechische Wirtschaft verstärkt außereuropäische Märkte erobern, sagte der Regierungschef am Montag vor den Botschaftern seines Landes in Prag.

Tschechische Medien spitzten die jüngste Aufwertung gegenüber dem Euro auf die These zu, die Krone könnte zu einem „zweiten Schweizer Franken“ werden. Ein Währungsinvestor aus London empfahl die Krone bereits öffentlich als Alternative zum harten Franken. Nach einer aktuellen Prognose der Nationalbank wird sich der Kurs des Euro in diesem Jahr bei 24,10 Kronen einpendeln und dürfte im kommenden Jahr sogar auf 23,10 Kronen fallen. Im vorigen Jahr hatte es zeitweilig noch 26 Kronen für einen Euro gegeben.

Autor: Lothar Martin