Prognose: Tschechische Wirtschaft schrumpft um 4,2 bis 9,9 Prozent

Wegen der Coronavirus-Pandemie stellen führende Analysten bereits erste Prognosen über die wirtschaftlichen Folgen an. Sollte sich die Ausbreitung des Virus bis weit in das zweite Quartal hinein fortsetzen, dann werde die tschechische Ökonomie in diesem Jahr vermutlich um 6,7 Prozent schrumpfen. Zu dieser Einschätzung kommt die Tschechische Sparkasse (Česká spořitelna) in ihrer jüngsten Prognose. Falls die Maßnahmen gegen die Pandemie noch länger aufrechterhalten werden müssen, dann droht ein Rückgang von knapp zehn Prozent, mutmaßt die Sparkasse. Das optimistische Szenario sieht dagegen nur einen Einbruch von 4,2 Prozent vor. Es könnte eintreten, wenn die Maßnahmen der Regierung, die sogenannte gescheite Quarantäne und die umfassende finanzielle Unterstützung der Wirtschaft, gut greifen würden. Im nächsten Jahr aber sollte es zu einer Wiederbelebung der Wirtschaft mit einem erneuten Wachstum kommen, glaubt die Sparkasse.

Auch andere Kreditinstitute entwickeln ihre Prognosen anhand mehrerer Szenarien. Der größte Unsicherheitsfaktor dabei ist aber, wie lange die Krise und die damit verknüpften Quarantänen andauern werden. Zu Jahresbeginn, also vor der Coronavirus-Pandemie, wurde in Tschechien mit einem diesjährigen Wirtschaftswachstum von rund zwei Prozent gerechnet.

Autor: Lothar Martin