Regierung billigt Kurzarbeit und verlängert Ausgangsbeschränkung

Die Regierung in Prag hat die Kurzarbeit genehmigt für Unternehmen, die wegen der Coronavirus-Pandemie gewissen Beschränkungen unterliegen. Der Staat beteiligt sich bei diesen Firmen an den Löhnen. Gewerbetreibende brauchen ein halbes Jahr lang keine Vorschüsse auf ihre Sozialversicherung zahlen. Diese Maßnahmen gab die Ministerin für Arbeit und Soziales, Jana Maláčová (Sozialdemokraten), am Montagnachmittag via Twitter bekannt.

Um die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise abzufedern, hat die Regierung des Weiteren beschlossen, das Defizit des diesjährigen Staatshaushalts von 40 auf 200 Milliarden Kronen (von 1,5 auf 7,4 Milliarden Euro) aufzustocken. Die allgemeine Ausgangsbeschränkung in Tschechien wurde um acht Tage bis zum 1. April verlängert. Ursprünglich galt die Ausgangssperre bis zum Dienstag. Weiterhin ausgenommen von diesem Verbot sind der Weg zur Arbeit, zum Einkaufen und zum Besuch von älteren Familienangehörigen, die Unterstützung brauchen. Verlängert wurde ebenso die Schließung der meisten Geschäfte des Einzelhandels und von Dienstleistungsbetrieben. Geschlossen bleiben auch alle Restaurants.

Autor: Lothar Martin