Regierungschefs aus Tschechien und Slowakei würdigen Radio Freies Europa

Die Regierungschefs aus Tschechien und der Slowakei haben den Sender Radio Freies Europa (RFE) zu seinem 60. Jubiläum als unverzichtbar gewürdigt. Das Programm des US-Senders sei in der Zeit des Kalten Kriegs das „wirksamste Medikament“ gegen die kommunistische Zensur gewesen, sagte der tschechische Premier Petr Nečas am Donnerstag bei der Jubiläumsfeier in Prag. RFE nahm vor 60 Jahren in München den regulären Sendebetrieb auf und sitzt heute in der tschechischen Hauptstadt. Der internationale Name lautet Radio Free Europe. Die slowakische Regierungschefin Iveta Radičová sagte, RFE habe bei den um das Radio versammelten Hörern im Ostblock eine „Insel der Freiheit“ geschaffen. Die Stimme des US-Senders, der sein tschechisches Programm im Jahr 2002 eingestellt hat, fehle heute. Sie sei sich sicher, dass die Journalisten von RFE bei der Enthüllung von Korruption ganze Arbeit leisten würden, sagte Radičová.

RFE sendet heute von Studios in Prag in 21 Länder von Weißrussland bis Pakistan. Der Sender soll nach eigenen Angaben für 18,4 Millionen Hörer in Ländern mit eingeschränkter Pressefreiheit eine alternative Informationsquelle sein.

Autor: Till Janzer