Schwarzer Samstag im Zugverkehr: Zwei Unglücke mit einem Toten

Der Samstagmorgen stand für den Zugverkehr in Tschechien unter keinem guten Stern: Zwei Unfälle zogen einen Verkehrstoten und Behinderungen im Bahnverkehr nach sich.

Kurz nach 5 Uhr morgens geriet auf der mährischen Bahnstrecke zwischen Březová nad Svitavou und Křenovice ein Personenzug in Brand. Der Vorfall ereignete sich an der Bahnstation Zboněk. Die Zugreisenden wurden vom Triebwagenführer umgehend evakuiert, keiner der Fahrgäste wurde verletzt. Der Schaden, den das Feuer verursachte, wird von Vertretern der Tschechischen Bahnen (ČD) auf rund eine halbe Million Kronen (ca. 20.000 Euro) geschätzt.

Die Feuerwehr konnte die Flammen relativ zügig löschen. Wahrscheinliche Ursache für den Brand ist ein technischer Defekt im Triebwagen des Zuges. Noch vor 9 Uhr konnte der Zugbetrieb auf dem blockierten Streckenabschnitt wieder aufgenommen werden.

Ein zweites Zugunglück ereignete sich kurz vor 6 Uhr auf dem Bahnhof von Mariánské Lázně / Marienbad. Dort wurde ein 32-jähriger Mann, der auf den Schienen lag, von einem durchfahrenden Zug überrollt. Der Mann war sofort tot, die Umstände des Unfalls werden untersucht, sagte eine regionale Polizeisprecherin. Es werde auch in Richtung eines Selbstmords ermittelt, erste Aufschlüsse soll die Obduktion des Toten ergeben, ergänzte die Sprecherin. Während der Bergungsarbeiten an der Unglücksstelle wurde der andere Zugverkehr auf Nebengleise umgeleitet.

Autor: Lothar Martin