Senat erwägt Übertragung der Befugnisse des Präsidenten je nach Zemans Gesundheitszustand

Der tschechische Senat macht eine Übertragung der Befugnisse des Staatspräsidenten von den Prognosen zum Gesundheitszustand von Miloš Zeman abhängig. Genauere Angaben zum Befinden Zemans hat der Vorsitzende der oberen Parlamentskammer, Miloš Vystrčil (Bürgerdemokraten), am Dienstag im Präsidentenbüro angefordert. Falls es der schlechte Gesundheitszustand Zemans erfordere, werde der Senat schnell handeln und eine Kompetenzübertragung initiieren, sagte am Mittwoch Pavel Fischer (parteilos), Vorsitzender des Sicherheitsausschusses im Senat. Er hoffe, so Fischer weiter, dass sich die Informationspolitik der Burg in dieser Angelegenheit verbessere.

Präsident Zeman wurde am Sonntag mit dem Rettungswagen auf die Intensivstation des Zentralen Militärkrankenhauses in Prag eingeliefert. Als Grund wurden vom behandelnden Arzt und Klinikleiter Miroslav Zavoral Komplikationen im Zusammenhang mit Zemans chronischen Erkrankungen genannt. Nähere Angaben haben bisher weder Zavoral noch das Büro Zemans gemacht.