Sonderbeauftragter will Autos aus Prager Stadtzentrum verbannen

Die Prager sollten vollständig auf Autos mit Verbrennungsmotor verzichten. Dies forderte der Ex-Umweltminister Martin Bursík in einem Gespräch für den Tschechischen Rundfunk. Der ehemalige Grünenpolitiker wurde vergangene Woche vom Prager Magistrat zum Sonderbeauftragten für nachhaltige Energiepolitik und Klima ernannt. Laut Bursík sollen die CO2-Emmissionen bis 2030 um 45 Prozent reduziert werden, 20 Jahre später soll die tschechische Hauptstadt CO2-neutral sein. Vorbilder für Prag sollten London oder Städte in Schweden sein, so der Umweltpolitiker in dem Interview.

Eine neue Studie hatte in diesem Monat festgestellt, dass tschechische Innenstädte vor allem stark durch Stickstoffdioxid belastet sind. Das Abgas stammt vornehmlich von Verbrennungsmotoren. Für mehr saubere Luft will der Sonderbeauftragte Bursík deshalb verstärkt auf Elektromobilität setzen.