Staat gewährt Skigebieten finanziellen Ausgleich wegen Betriebsschließung

Die Betreiber von Skiliften und Seilbahnen in den tschechischen Wintersportzentren erhalten wegen der Corona-bedingten Schließung ihrer Transportanlagen einen Ausgleich von 210 bis 530 Kronen (8 bis 20 Euro) pro Tag. Der Zuschuss zu den Betriebskosten wird nach Anzahl der Plätze und Art der Transporteinrichtung berechnet. Die finanzielle Unterstützung wird den Unternehmern für die Zeit vom 27. Dezember bis zum 22. Januar gewährt, für die der harte Lockdown gilt. Das hat die Regierung auf ihrer Sitzung am Montag beschlossen.

Aus Ausgleich für die erlittenen Einnahmeverluste stellt die Regierung für die Betreiber der Skizentren insgesamt eine Milliarde Kronen (38 Millionen Euro) bereit. Die Unternehmer erhalten für Basislifte den Tarif von 210 Kronen und für Seilbahnen je nach Konstruktion den Tarif von 340 (13 Euro) beziehungsweise 530 Kronen. Dazu müssen sie einen Antrag stellen.

Laut Information von Wirtschafts- und Verkehrsminister Karel Havlíček (parteilos) gibt es in Tschechien 450 Skigebiete, deren Betrieb jährlich rund 13 Milliarden Kronen (500 Millionen Euro) in das Staatssäckel spült. Sie beschäftigen 45.000 Arbeitnehmer, die überwiegend aus der jeweiligen Region kommen. Nach Angaben des Verbandes der Bergzentren beläuft sich der Verlust aufgrund der Schließung bisher – vom 27. Dezember bis 10. Januar – auf eine bis 1,2 Milliarden Kronen (38 bis 46 Millionen Euro).

Autor: Lothar Martin