Staat zahlt Entschädigungen wegen Explosionen in Munitionslager Vrbětice 2014

Die Einwohner der Gemeinden rund um das ostmährische Vrbětice, die von den Folgen der Explosionen im dortigen Munitionslager 2014 betroffen waren, sowie der Kreis Zlín werden sich vermutlich Entschädigungszahlungen von insgesamt 700 Millionen Kronen (27,4 Millionen Euro) aufteilen können. Dies sieht ein Gesetzesentwurf vor, den das tschechische Abgeordnetenhaus am Freitag im beschleunigten Verfahren und ohne Gegenstimmen genehmigt hat. Dieser geht nun an den Senat. Unterstützung dafür hatte zuvor bereits Präsident Miloš Zeman geäußert.

Bei den Explosionen 2014 sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Das Areal des Munitionslagers wurde damals vom staatlichen Militärtechnischen Institut verwaltet. Die tschechischen Nachrichtendienste gehen davon aus, dass in den Vorfall der russische Geheimdienst verwickelt war. Seit Veröffentlichung dieser Ermittlungsergebnisse im April dieses Jahres befinden sich die tschechisch-russischen diplomatischen Beziehungen in einer Krise.