Strafverfolgung im Fall Cunek eingestellt

Der Staatsanwalt hat die Strafverfolgung von Vizepremier Jiri Cunek wegen Korruptionsverdacht eingestellt. Das gab am Montagnachmittag der Internetserver der Tageszeitung "Lidovy noviny" lidovky.cz unter Berufung auf Informationen des Stellvertreters der Oberstaatsanwaltschaft in Olomouc, Igor Striz, bekannt. Damit ist die Korruptionsaffäre um den Vizepremier, Minister für Regionalentwicklung, Senator und Parteivorsitzenden der Christdemokraten (KDU-CSL) definitiv beendet. Der ermittelnde Staatsanwalt in Jilhava / Iglau, Arif Salichov, will am Dienstagvormittag Einzelheiten zu dem Fall bekannt geben.

Cunek wurde beschuldigt, im Jahr 2002 in seiner Funktion als Bürgermeister der ostmährischen Stadt Vsetin / Wesetin Schmiergelder in Höhe einer halben Millionen Kronen (rund 17.500 Euro) angenommen zu haben. Cunek hat das immer bestritten.