Studie: In Tschechien leben etwa 1,3 Millionen Bedürftige aufgrund von Benachteiligungen

In Tschechien kann es bis zu 1,3 Millionen Menschen geben, die aufgrund individueller Benachteiligungen in finanzielle Schwierigkeiten geraten, keine Arbeit finden, minderwertige Tätigkeiten ausüben, ein unregelmäßiges Einkommen haben, und weder staatliche Hilfe noch günstigere Kredite erhalten. Das zeigt eine Studie auf, die Teil des Projektes Neviditelní (Invisible-Projekt) ist. „Neviditelní“ wurde am Dienstag von seinen Autoren auf einer Pressekonferenz in Prag vorgestellt. An dem Projekt zusammenarbeiten das Verbraucher-Forum, das Zentrum für ökonomische und marktgerechte Analysen (CETA) sowie der Anbieter von Nichtbankkrediten Provident Financial.

Das CETA-Zentrum untersuchte alle verfügbaren wirtschaftlichen und soziologischen Studien. Den Ergebnissen der Analyse zufolge wurden dabei 13 gefährdete Gruppen identifiziert, die zu den „Unsichtbaren“ in der Gesellschaft gezählt werden. Vertreter der Gesellschaft Ipsos sprachen persönlich mit mehreren Personen aus jeder Gruppe. Das Ergebnis sind Empfehlungen für Menschen in sehr schwierigen Situationen, für Unternehmen und den Staat. Zu den sogenannten „Unsichtbaren“ gehören laut den Autoren Studenten aus armen Familien, alleinstehende Frauen, junge Familien mit Kindern, Arbeiter in der Schattenwirtschaft, unfreiwillig arbeitslos gewordene Menschen über 50, Behinderte, arme Haushalte, Kriegsveteranen, Landwirte, Kleinunternehmer, Mitarbeiter gemeinnütziger Organisationen, Rentner und Vertreter von Minderheiten.

Autor: Lothar Martin