Theaterschaffende fordern Regierungsbeauftragten für Kultur und Corona-Exit-Strategie

Der Verband der Berufstheater in Tschechien weist die Diskriminierung der Kultur in Beziehung zu anderen Branchen zurück. Die Theaterschaffenden wollen, dass die Kultur mit der gleichen Ernsthaftigkeit betrachtet werde wie beispielsweise die Industrie. Dies schrieben die Künstler in einem offenen Brief an Premier Andrej Babiš (Partei Ano), den sie als Österlichen Theateraufruf bezeichnen. Darin fordert der Verband unter anderem die Ernennung eines Regierungsbeauftragten für Kultur, der sich im Rahmen der Corona-Pandemie gegenüber dem Gesundheitsministerium regelmäßig für die Belange der Kultur einsetzt.

„Diese Person sollte die spezifischen Bedingungen der Kultur verstehen und die Vorschläge des Verbandes kompetent präsentieren, wenn während einer Pandemie über restriktive Anordnungen gestritten werde“, heißt es in dem Brief. Er ist unterschrieben vom Verbandsvorsitzenden Stanislav Moša und von Geschäftsführerin Eva Kejkrtová-Měřičková, informierte am Dienstag die Presseagentur ČTK. Beide Funktionäre appellieren zudem, dass eine langfristige und nachvollziehbare Strategie zu den schrittweisen Lockerungen in der Corona-Krise erarbeitet werde, die besonders die Kultur betreffen.

Autor: Lothar Martin