Tschechien erinnert an die Verfolgung der Sokol-Bewegung durch die Nazis

Politiker und Zeitzeugen haben der Opfer von Krieg, Nationalsozialismus und Kommunismus aus den Reihen des tschechischen Turnerbundes Sokol (Falke) gedacht. Am Freitag legten sie am Denkmal für die Gefallenen des Zweiten Weltkriegs in Prag Kränze und Blumen nieder. Unter anderem nahmen der Senatsvorsitzende Miloš Vystrčil (Bürgerdemokraten) und der Prager Oberbürgermeister Zdeněk Hřib (Piraten) an dem Gedenkakt teil.

Vor genau 80 Jahren ließ der stellvertretende Reichsprotektor Reinhard Heydrich rund 1500 Angehörige des Sokol verhaften und in Konzentrationslager verschleppen. Der Sokol gehörte allgemein zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus. Außerdem ließ Heydrich die Sokol-Gemeinde auflösen und ihr Eigentum pfänden. Sokol-Mitglieder kämpften im Ersten und Zweiten Weltkrieg in den tschechischen respektive tschechoslowakischen Legionen.

Autor: Till Janzer