Tschechien gedenkt der Attentäter auf Reinhard Heydrich von 1942

In Tschechien ist am Samstag an die Attentäter auf den nationalsozialistischen Politiker Reinhard Heydrich erinnert worden. Vor genau 80 Jahren fanden die tschechoslowakischen Fallschirmjäger Jan Kubiš und Jozef Gabčík sowie fünf ihrer Helfer den Tod in der Kyrill-und-Method-Kirche in Prag. Dort hatten sie sich nach dem Anschlag auf Heydrich versteckt und waren von der Gestapo aufgespürt worden.

Der sogenannten Operation Athropoid, dem Codenamen für das Attentat, wurde unter anderem am Vormittag mit einem Gottesdienst in der Kyrill-und-Method-Kirche gedacht. An diesem nahm auch hochgestellte Politiker wie Premier Petr Fiala (Bürgerdemokraten) oder die Vorsitzenden beider Parlamentskammern teil. Nach dem Gottesdienst fand vor der Kirche eine Gedenkveranstaltung statt.

Kubiš und Gabčík verübten das Attentat auf den damaligen stellvertretenden Reichsprotektor Heydrich am 27. Mai 1942 im Prager Stadtteil Kobylisy. Acht Tage später starb der NS-Politiker. Die deutschen Besatzer rächten sich mit einem Terrorregime gegen die tschechische Bevölkerung.

Autor: Till Janzer