Tschechien hält Golanhöhen für besetztes Gebiet

Tschechien unterstützt den gemeinsamen Standpunkt der EU sowie die zuständigen Resolutionen des UN-Sicherheitsrates, die die Golanhöhen für ein besetztes Gebiet halten. Das teilte der tschechische Außenminister Tomáš Petříček (Sozialdemokraten) am Mittwoch gegenüber Nachrichtenagentur ČTK mit.

Die USA haben diese Woche die Golanhöhen als Teil Israels anerkannt.

Neueste Nachrichten

  • Schulen bleiben auch in der kommenden Woche geschlossen

    27.10.2020

    Die Erstklässler kehren am Montag nicht wie geplant in die Grundschulen zurück. Das verkündete der noch amtierende Gesundheitsminister Roman Prymula (parteilos) am Dienstag nach der außerordentlichen Sitzung des Regierungskabinetts. Bei der Verordnung des Distanzunterrichts vor zwei Wochen hatte Prymula noch verspochen, dass die Maßnahme nur bis zum 1. November gelten sollte.

    Am Freitag will die Regierung ein Szenario für die Wiedereröffnung der Schulen vorlegen. Das soll sich an weiteren Daten zur Entwicklung der Corona-Pandemie orientieren. Darauf einigte sich Prymula am Dienstag mit dem Bildungsminister Robert Plaga (Partei Ano).

  • Tschechische Regierung wird um Verlängerung des Notstands bitten

    27.10.2020

    Die tschechische Regierung wird das Abgeordnetenhaus um die Verlängerung des Notstands bis zum 3. Dezember bitten. Darauf hätte sich das Kabinett in seiner außerordentlichen Sitzung am Dienstag geeinigt, gab Premier Andrej Babiš (Partei Ano) vor Journalisten bekannt. Der zweite Notstand in diesem Jahr gilt aktuell noch bis 3. November. Die Regierung kann ihn nur mit Zustimmung des Parlaments verlängern. Die Abgeordneten werden sich mit dem Antrag am Freitag beschäftigen.

    Die Oppositionsparteien haben bereits verlauten lassen, für die Verlängerung zu stimmen. Der noch amtierende Gesundheitsminister Roman Prymula (parteilos) sagte zudem, dass nicht alle bestehenden Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie notwendigerweise bis zum Auslaufen des Notstandes gelten müssten. Einige Restriktionen würden früher gelockert, wenn es möglich ist, so Prymula.

  • Ausrufung des Athleten des Jahres abgesagt

    27.10.2020

    Wegen der Corona-Pandemie wird es in diesem Jahr keine Ausrufung des tschechischen Athleten des Jahres geben. Die traditionelle Zeremonie wird durch eine Fernsehsendung über die nationalen Athletikstars der Vergangenheit und Gegenwart ersetzt. Es wird hingegen der Welt-Leichtathlet des Jahres gekürt werden. Die feierliche Preisübergabe findet am 5. Dezember allerdings nur virtuell im Internet statt.

    Die Sondersendung des Tschechischen Fernsehens wird am 7. November ausgestrahlt. Auch sie wird wegen der epidemiologischen Lage nicht live übertragen, sondern vorproduziert.

    Die Athleten mussten in diesem Jahr auf die Hallenweltmeisterschaften, die Olympiade und die Europameisterschaften verzichten. Die einzige absolvierte Weltmeisterschaft war der Halbmarathon im polnischen Gdynia am 17. Oktober.

  • Das Wetter für Mittwoch, den 28. Oktober

    27.10.2020

    Am Mittwoch ist es in Tschechien bewölkt bis dicht bewölkt. Nur örtlich kommt die Sonne durch. Vereinzelt gibt es Regenschauer. Die Tageshöchsttemperaturen liegen bei 9 bis 13 Grad Celsius, im Osten bei 15 Grad Celsius.

  • Missbrauch von Psychopharmaka bei mehr als acht Prozent der Tschechen

    27.10.2020

    In Tschechien nehmen nach aktuellen Schätzungen etwa 900.000 Menschen missbräuchlich Psychopharmaka. Dazu zählen Schmerz-, Beruhigungs- und Schlafmittel. Darüber informierte die Koordinatorin für Antidrogenpolitik, Jarmila Vedralová, am Dienstag bei der Online-Konferenz „Psychoaktive Medikamente 2020“.

    Das Problem bestehe nicht nur bei Konsumenten herkömmlicher Suchtmittel, sondern beträfe die breite Bevölkerung, so Vedralová. Sie fügte an, dass im Zusammenhang mit der aktuellen Krisensituation durch die Corona-Pandemie ein Anstieg beim Missbrauch psychoaktiver Arzneimittel verzeichnet wird.

  • Haushaltsrat kritisiert Babišs Entwurf für Steuerreform

    27.10.2020

    Der Inhalt und die Art der Vorlage für eine Steuerreform, die Premier Andrej Babiš (Partei Ano) am Montag veröffentlicht hat, stellt einen schwerwiegenden Verstoß gegen die Grundregeln bei der Verhandlung eines neuen Haushalts dar. Das besagt eine Stellungnahme des tschechischen Nationalen Haushaltsrates.

    Die Regierung hat den Haushaltsentwurf für 2021 bereits gebilligt. Dieser sieht die Abschaffung des Super-Bruttolohns nicht vor. Nach Ansicht des Haushaltsrates wird durch Babišs Vorschlag gegen das Prinzip der Vollständigkeit und Einheit verstoßen. Darum empfiehlt das Organ dem Senat, die Vorlage abzulehnen.

    Dem Rat zufolge würden die Pläne Babišs das Ungleichgewicht in den öffentlichen Finanzen nur verstärken. Sie hätten keine positiven Auswirkungen auf die wirtschaftliche Lage im Land.

  • Täglich etwa 1600 Corona-infizierte Senioren

    27.10.2020

    In Tschechien stecken sich zurzeit etwa 1600 Senioren täglich mit dem Coronavirus an. Seit dem 1. Oktober gab es in dieser Bevölkerungsgruppe mehr als 25.000 bestätigte Fälle. Unter allen aktuell Infizierten bilden Menschen ab 65 Jahre einen Anteil von 14 Prozent und Menschen ab 75 Jahre einen Anteil von 6,5 Prozent. Das ergibt sich aus den Angaben des tschechischen Gesundheitsministeriums vom Montag.

    Senioren gelten als Risikogruppe in der Corona-Pandemie. Ihr Alter allein ist aber laut Experten nicht der ausschlaggebende Faktor für die Lebensgefahr, die von der Covid-19-Krankheit ausgeht. Eine wichtigere Rolle spielt der allgemeine Gesundheitszustand. Gefährdet sind Menschen mit chronischen Erkrankungen, wie hohem Blutdruck, Diabetes oder Übergewicht.

  • Tschechische Regierung verlängert Hilfsprogramm Antivirus B

    27.10.2020

    Die tschechische Regierung verlängert einen weiteren Teil ihres Hilfsprogramms „Antivirus“. Diesmal handelt es sich um den Teil B. Er beinhaltet eine finanzielle Unterstützung für Firmen, die in der Corona-Krise wegen gesunkener Nachfrage ihre Produktion oder Dienstleistungen einschränken mussten. Über die Verlängerung des Programms bis Jahresende hat die Arbeitsministerin Jana Maláčová (Sozialdemokraten) am Montag auf Twitter informiert.

    Die betroffenen Unternehmen können sich bis zu 60 Prozent der Lohnkosten für ihre Angestellten auszahlen lassen. Der einzelne Bruttolohn darf dabei aber nicht höher als 29.000 Kronen (1060 Euro) liegen.

  • Wieder mehr als 10.000 neue Corona-Fälle am Montag

    27.10.2020

    Der Tagesswert neuer Corona-Infektionen in Tschechien hat am Montag wieder die Marke von 10.000 überschritten. Die Labore vermeldeten konkret 10.273 positive Tests. Am Montag vergangener Woche waren es noch 2200 weniger.

    Damit sind derzeit 162.785 Menschen im Land als coronapositiv registriert. Im Zusammenhang mit der Infektion sind bisher insgesamt 2365 Menschen gestorben. Nach den letzten aktuellen Zahlen vom Sonntagabend werden in den Krankenhäusern aktuell 5613 Covid-19-Patienten behandelt. Bei über 800 von ihnen nimmt die Krankheit einen schweren Verlauf.

  • Corona-Pandemie: Tschechien verhängt nächtliches Ausgangsverbot

    26.10.2020

    Wegen der weiterhin hohen Corona-Zahlen gilt ab Mittwoch in Tschechien ein nächtliches Ausgangsverbot. Es soll vorerst bis Dienstag kommender Woche in Kraft sein, wie die Regierung am Montag bei ihrer Sitzung beschlossen hat. Demnach darf das Haus zwischen 21 Uhr abends und 5 Uhr morgens nicht mehr verlassen werden außer in wenigen Ausnahmefällen. Dazu gehören Gänge und Fahrten zu und von der Arbeit oder bei medizinischen Notfällen.

    Zudem müssen die Geschäfte spätestens um 20 Uhr schließen. Am Sonntag bleiben Lebensmittelläden komplett geschlossen.

    Ohnehin sind seit zwei Wochen alle Gastbetriebe und die meisten Geschäfte geschlossen. Zudem ruht der Kultur- und Sportbetrieb. Dennoch ist die tägliche Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus nicht gesunken. Premier Andrej Babiš (Partei Ano) beklagte daher am Wochenende, dass die bisherige Reglung zu viele Ausnahmen enthalte, und kündigte eine Verschärfung der Maßnahmen an.

    Autor: Till Janzer