Tschechien hilft betroffenen Gebieten

Sri Lanka (Foto: CTK)
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Nach Südostasien, das am Sonntag von einer verheerenden Naturkatastrophe heimgesucht wurde, strömen erste Hilfsleistungen aus der ganzen Welt. Über die Hilfe, die die Tschechische Republik bietet, wurde am Montagvormittag von einem durch den Regierungsvorsitzenden einberufenen Krisenstab entschieden. Markéta Kachlíková berichtet.

Sri Lanka (Foto: CTK)
Tschechien wird den vom Erdbeben betroffenen Gebieten Südostasiens Hilfe in Höhe von 10 Millionen Kronen (das sind umgerechnet etwa 323 Tausend Euro) gewähren. Das entschied der Krisenstab am Montag. Außerdem wird Trinkwasser mit einer regelmäßigen Fluglinie noch heute nach Sri Lanka gebracht. Rettungsteams werden im Moment nicht geschickt, sagte der Direktor der Sektion des Regierungsvorsitzenden, Miroslav Kostelka, nach der Krisenberatung: "Auch davon war die Rede. Wir schicken mittlerweile einen Arzt und einen Psychologen mit jedem Flugzeug, das dorthin fliegt. Sobald der Bedarf vor Ort festgestellt wird, können Rettungsteams ausgesandt werden." In die Region werden auch Mitarbeiter des Außenministeriums reisen: "Ein Konsulatsmitarbeiter wird abfliegen, um vor Ort den tschechischen Bürgern zu helfen. Außerdem wird noch am Montagabend die tschechische Konsulin aus Neu-Dehli in Colombo eintreffen, konkretisiert Vizeaußenminister Pavel Svoboda. Ein weiterer Mitarbeiter wird auf die Malediven geschickt.

Indien (Foto: CTK)
Im Gebiet halten sich zurzeit bis zu eintausend tschechische Bürger auf. Z. B. Kunden des Reisebüros Marco Polo auf den Malediven und Sri Lanka, denen es aber gut geht, wie der Besitzer des Reisebüros Jan Papez bestätigt: "Sie sind im Moment in Sicherheit. Wir verhandeln darüber, wie wir sie so schnell wie möglich nach Hause bringen können. Ich glaube, dass eine große Mehrheit bereits am Dienstag nach Hause fliegen wird. Alle sind geborgen und in Ordnung."

Indien (Foto: CTK)
Im Bedarfsfall werden Spezialflugzeuge der tschechischen Armee eingesetzt, die tschechische Touristen in ihre Heimat bringen können. Die tschechischen Behörden haben bisher keine Nachricht über den Tod eines tschechischen Bürgers. Einige Leute wurden verletzt, viele haben sich bisher bei ihren Verwandten noch nicht gemeldet. An eine Sondertelefonnummer des Außenministeriums haben sich bisher fast 300 Bürger mit Nachfragen gewandt. Die Zahl an Vermissten verringert sich jedoch ständig.