Tschechien und vier weitere Länder fordern von EU gemeinsames Vorgehen gegen wachsende Energiepreise

Tschechien und vier weitere EU-Länder haben die anderen Mitgliedsstaaten sowie die Europäische Kommission (EK) am Mittwoch aufgefordert, gemeinsam auf das schnelle Anwachsen der Energiepreise zu reagieren. Ihr Vorschlag sieht eine bessere Koordination von Einkäufen vor, des Weiteren die strategische Anlegung von Gasreserven, eine Reform des Strommarktes sowie mehr Unabhängigkeit von Stromimporten. Zudem müsse eine unvorhergesehene Preiserhöhung von Emissionszertifikaten vermieden werden, so die Forderung. EK-Vizevorsitzender Frans Timmermans bestritt am Mittwoch hingegen, dass der Emissionshandel Einfluss auf die wachsenden Energiepreise habe.

Mit der Preisentwicklung und den zurückgehenden Gasvorräten beschäftigten sich am Mittwochmorgen die Umweltminister der EU-Länder. Die Notwendigkeit eines koordinierten Vorgehens betonten auf dem informellen Gipfel in Slowenien der spanische Premier Pedro Sánchez sowie der tschechischen Regierungschef Andrej Babiš (Partei Ano).