Tschechischer Außenminister wird unruhige Grenzregion in Ukraine besuchen

Die Antwort der EU- und Nato-Mitglieder auf eine mögliche Invasion Russlands in der Ukraine müsse schnell erfolgen und stark sein. Dies erklärte Außenminister Jan Lipavský (Piraten) am Dienstag bei einem Pressebriefing nach der Sitzung des tschechischen Krisenstabs in Prag. Auf damit verknüpfte Sanktionen gegen Russland sei man vorbereitet. Tschechien hoffe ständig auf eine diplomatische Lösung der angespannten Lage, was aber nicht gelinge, weil Russland seine Aktivitäten gegen das Nachbarland weiter verschärfe. Er werde deshalb am 7. und 8. Februar zur Berührungslinie im Gebiet östlich von Donezk reisen, um der Ukraine die Unterstützung Tschechiens zu versichern, ergänzte Lipavský. Bei dem Flug dorthin sollen ihn seine Amtskollegen aus der Slowakei und Österreich, Ivan Korčok und Alexander Schallenberg, begleiten.

Tschechien belässt seine Diplomaten und deren Familienangehörige weiter in der Botschaft in Kiew. Die Weisung zur Evakuierung der Einrichtung wird vorerst nicht erteilt, bestätigte Lipavský eine Information vom Montag. Gleichzeitig richtete er den Appell an alle Tschechen, nicht in die Grenzgebiete im Norden und Osten der Ukraine zu reisen.

Autor: Lothar Martin